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Wie klimafreundlich (b)isst du? – ein nachhaltiges Selbstexperiment

Vom 3. bis 7. Juni findet die Aktionswoche „Nachhaltige Lebensstile“ im Rahmen der europäischen Nachhaltigkeitswoche und #tatenfuermorgen statt. Die Aktionswoche ist ein Gemeinschaftsprojekt von h_da, Hochschulgruppe Nachhaltigkeit, Studierendenwerk Darmstadt und TU Darmstadt. Eine der Aktionen ist das spannende Selbstexperiment: “Wie klimafreundlich (b)isst du?”

Die Nahrungsmittelproduktion ist für 26 % der weltweit von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich (Poore & Nemecek 2018). Die EAT-Lancet Commission, eine Kollaboration internationaler Wissenschaftler, bestätigt in ihrem aktuellen Report, dass die Risiken für den Planeten und die Menschen enorm steigen, wenn sich die aktuellen Ernährungstrends bei dem prognostizierten Bevölkerungswachstum – bis 2050  auf etwa 10 Milliarden Menschen – nicht ändern. Die Kombination von Bevölkerungswachstum und Ernährungsweise erhöht nicht nur Treibhausgas-Emissionen, Stickstoff- und Phosphorbelastung, sondern verschärft auch die globale Belastung von nicht-übertragbaren Krankheiten und gefährdet die Stabilität des Ökosystems durch den Verlust der biologischen Vielfalt und die intensive Landnutzung (Willet et al. 2019).

Unterschiedliche Lebensmittel nehmen unterschiedlich stark Einfluss auf den Treibhauseffekt. Die Klimabilanz der Lebensmittel ist abhänging vom Herstellungs-, Verarbeitungs- und Transportprozess. Eine Avocado verursacht beispielsweise etwa drei Mal so viel CO2-Emissionen wie eine Banane (KlimaTeller-App). Durch eine bewusste und klimafreundliche Ernährung können wir die nahrungsbedingten Emissionen senken. Ein Gericht gilt als klimafreundlich, wenn es weniger als 791,5 g CO2-äq. verursacht.

Die EAT-Lancet Commission hat erforscht, wie stark sich die Ernährungstrends ändern müssen, um das Erreichen der Sustainable Development Goals  bis 2050 zu gewährleisten. Dazu ist weltweit eine Umstellung auf gesunde und nachhaltige Ernährung nötig. Dabei muss der Konsum von ungesunden Lebensmitteln, wie beispielsweise Fleisch und Zucker um mehr als 50 %  verringert werden – während der Konsum von gesunden Lebensmitteln, wie Nüssen, Früchten und Gemüse über 100 % steigen muss. Es gibt starke regionale Unterschiede – wichtig ist, dass die Menschen ihren Ernährungsstil an ihre Region anpassen.


Das Selbstexperiment

Die Grundlage des nachhaltigen Selbstexperiments bildet ein Klima-Tagebuch als Print- oder Digitalversion, in dem du deine täglich durch Speisen verursachten Gramm CO2-Äquivalente (CO2-äq.) eintragen kannst. Die CO2-Äquivalente sind eine Maßeinheit, die die Klimaschädlichkeit von Treibhausgasen misst.

Diese CO2-Emissionen sind schnell und einfach mit der KlimaTeller-App berechnet. Dazu gibst du einfach die Zutaten und Menge deines Gerichts online ein. Wenn du in der Mensa isst, geht es sogar noch leichter, denn in allen Mensen des Studierendenwerks sind die angebotenen Hauptgerichte in der europäischen Woche der Nachhaltigkeit mit ihren verursachten CO2-äq. gekennzeichnet.

Jeder, der am Selbstexperiment teilnimmt, hat außerdem die Chance einen Mensagutschein zu gewinnen. Um an der Verlosung* teilzunehmen, gibst du dein komplett ausgefülltes Print-Klima-Tagebuch an der Abschlussveranstaltung ab oder sendest die digitale Version bis 14 Uhr am 7. Juni an ine@h-da.de.

Teilnehmen können alle Hochschulangehörigen (Studierende, Mitarbeitende und Professor*innen) und Mitarbeitenden des Studierendenwerks.



…hier geht’s zum Klima-Tagebuch:



Veranstaltungen rund um das Selbstexperiment

Vortrag: Ernährung in Zeiten des Klimawandels – 3. Juni, 17 Uhr
Julian Stock von Alnatura führt mit dem Vortrag „Ernährung in Zeiten des Klimawandels“ am 3. Juni um 17 Uhr thematisch in das Selbstexperiment ein.
Wo? S1 |05 122 (Maschinenhaus)

Abschlussveranstaltung – 7. Juni, 17 Uhr
Auf der Abschlussveranstaltung am 7. Juni um 17 Uhr haben alle Teilnehmenden und Interessenten die Möglichkeit sich über die gesammelten Erfahrungen aus der Woche auszutauschen und zu diskutieren. Es folgt ein gemütlicher Ausklang.
Wo? Cafe Glaskasten (Hochhaus)


…hier findest du alle Veranstaltungen der Aktionswoche:


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